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am 27. August 2018

“Will die Wogen wieder glätten”

- Replik zum Artikel “Will die Wogen wieder glätten” (NÖN 34/2018)

Wer einen Sturm entfacht, darf sich über Wogen nicht beschweren. Wellen schlug die intransparente und undemokratische Vorgangsweise, wie von Frau Bgmst. Bock über die Zukunft des Gemeindeamtes entschieden wurde. Unter Missachtung mehrerer Befragungen der Bevölkerung, einer Studie der Technischen Universität, der Resultate eines Architektenwettbewerbes und der Arbeit des Ausschusses für Dorferneuerung wurde der Standort des Gemeindeamtes auf Dauer am Wirtschaftspark Wolfsgraben ohne Diskussion festgelegt. Frau Bock sagt, sie hätte das mit ihrem Team besprochen. Wer ist das? Das Team einer Bürgermeisterin ist der Gemeinderat mit seinen Ausschüssen, welche die Entscheidungen vorbereiten – nicht eine anonyme Gruppe von Parteimitgliedern. Gemeinderäte werden von Steuergeldern für ihre Tätigkeit entlohnt und Ausschussleiter erhalten eine zusätzliche Vergütung. Die Ergebnisse der Arbeit dieser Gremien zu missachten bedeutet “rausgeschmissenes Geld”. Der in der Studie festgestellte Mangel eines echten Ortszentrums ist Realität. Dass bei der Wahl eines Ortes, der sich für ein Zentrum anböte, der Kombination Gasthaus+Vinothek den Vorzug vor Gasthaus+Kirche gegeben wurde, ist aber für eine Christlichsoziale Partei unerwartet. Es istzu vermuten, dass dabei nicht das Wohl der Gemeinde, sondern das Interesse Einzelner im Vordergrund stand.



NÖN (34/2018)
NÖN (36/2018)