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am 10. Oktober

Der Wolf zur Nationalratswahl 17

Der Wolf - Das meint euer Wolf

Unruhe im Österreichischen Wald


Der Wolf schüttelt besorgt den Kopf über die Zustände im herbstlichen Revier. Der Rotfuchs und der Dachs – der die weißen Streifen im schwarzen Fell türkis eingefärbt hat – haben einander bisher zähneknirschend geduldet. Jetzt lassen sie das Knirschen sein und beißen einander, dass die Wad’ln nur so krachen und bis oben mit Dreck bespritzt sind. Die restliche Tierwelt leidet darunter - Häher werden zu Spähern, die harmlosen Maulwürfe kommen unter Generalverdacht. Dabei ist ja ihre charakteristische Eigenschaft, die Blindheit, bei allen Teilnehmern festzustellen. Als Folge des politischen Klimawandels werden vermehrt Chamäleons gesichtet, die jeder Seite ihre Dienste anbieten und gleich die passende Farbe annehmen. Eines davon wurde auch auf dem zarten Röschen gesichtet. Nur die Blaumeise freut sich und hofft dadurch zum Adler zu werden. Einzig auf der kleinen grünen Wiese mitten im Wald liegt noch kein Müll. Leider gibt’s kein Schwammerl mehr, das sich in das Getümmel im Wald zurückgezogen hat. Auch der Oberförster hat Sorge um den Zustand des Waldes und mahnt zu Anstand und Besonnenheit. Da er aber in dem sonst so friedlichen Wald längst kein Gewehr mehr besitzt, kann er nur hoffen, dass die Waldhorntöne der Vernunft von allen gehört werden.

Es ist zum Heulen, meint der Wolf.